Inhalte

Die komplette Montessori-Ausbildung in 10 Modulen

Modul 1

Theorie

Wer war die bekannte italienische Ärztin Dr. Maria Montessori und was sind die Grundprinzipien ihrer  Pädagogik? Im ersten Modul des Diplomlehrgangs geht es um die wegweisenden Prinzipien wie der „Vorbereiteten Umgebung“, dem „Absorbierenden Geist“ und den „Sensiblen Phasen“.

 

Die Notionen „Bewegung“ und „Unabhängigkeit“ werden unter Montessoris Blickwinkel beleuchtet, Themenbereiche wie „Freiheit und Disziplin“ und „Belohnung und Bestrafung“ bieten Ausgangspunkte für Reflexionen.

 „Wir Lehrer können nur zu dem bereits vollbrachten Werk helfen, so wie die Gehilfen ihrem Meister zur Hand gehen.“

Montessori, Maria: Das Kreative Kind (17. Aufl.), P. Oswald u. G. Schulz-Benesch (Hsg), Freiburg: Herder. Kapitel 1, S. 6-7.

Modul 2
Übungen des Praktischen Lebens I

Die „Übungen des praktischen Lebens“ wie zB.: Schuhe putzen, Schleifen binden, löffeln, gießen… ermöglichen dem jungen Kind nicht nur, dessen Bewegungen zu trainieren und zu verfeinern, sondern fördern zudem dessen soziale Kompetenzen.


Während des Kurses lernen die TeilnehmerInnen die genauen „Darbietungen“ der einzelnen Übungen und werden auf die praktische Umsetzung in der Arbeit mit Kindern vorbereitet. Deren besondere Bedeutung als Basis für die Bereiche „Sprache“ und „Mathematik“ rückt in den Mittelpunkt.


„Die Entwicklung der Fähigkeiten der Hand ist beim Menschen mit der Entwicklung der Intelligenz verbunden und – betrachten wir die Geschichte – auch mit der Entwicklung der Kultur. Man könnte sagen, dass, wenn der Mensch denkt, er mit den Händen denkt und handelt.“

Montessori, Maria: Das Kreative Kind (17. Aufl.), P. Oswald u. G. Schulz-Benesch (Hsg), Freiburg: Herder. Kapitel 1, S. 135.

Modul 3

Übungen des Praktischen Lebens II

Aufbauend auf das Modul „Übungen des praktischen Lebens 1“ werden   weitere Materialien und Übungen erarbeitet, die das Kind in seiner Selbstständigkeit und Selbsttätigkeit unterstützen -  ein zentrales Ziel in der Montessori-Kindergruppe.

 

Nicht nur Aktivitäten wie "Blumen pflegen" oder "Metall polieren" fördern das Kind in seiner Konzentration und Koordination, sondern auch besondere Formen der Bewegung wie „Gehen auf der Linie“ oder „Stilleübungen“:


„Unsere Kinder lernten, sich zwischen einer Menge von Gegenständen zu bewegen, ohne anzustoßen, leicht und geräuschlos zu laufen, und sie wurden dabei achtsam und geschickt. Sie genossen die Vollkommenheit ihrer Leistungen, waren lebhaft daran interessiert, ihre eigenen Möglichkeiten zu entdecken und zu üben.“

Montessori, Maria: Kinder sind anders, 18. Aufl. 2015, Stuttgart: Klett-Verlag. Zweiter Teil S. 174

Modul 4

Sinnesmaterial I

 

Optischer, akustischer, olfaktorischer, gustatorischer und taktiler Sinn - aber auch barischer und stereognistischer Sinn: im Montessori-Kinderhaus bekommen die Kinder die Möglichkeit, ihre Sinne mit Hilfe der Sinnesmaterialien zu verfeinern und gleichzeitig ihren Wortschatz zu erweitern.


Die Entwicklungsmaterialen, die Montessori zur Differenzierung der Sinneswahrnehmungen suggeriert, werden im Modul Sinnesmaterial I erarbeitet und vom wissenschaftlichen Standpunkt beleuchtet. Der  genaue Umgang sowie die Bedeutung dieses Angebots für den Aufbau der kindlichen Persönlichkeit stehen im Mittelpunkt.


„Das Kind ist reif, seine eigene Umgebung und den inneren Reichtum an Eindrücken, den sie ihm gegeben hat, neu zu entdecken. Um dieses Bedürfnis zu erkennen, braucht das Kind eine exakte wissenschaftliche Führung, wie sie durch unsere Ausstattung mit Anschauungsmaterial und unsere Übungen ermöglicht wird.“ Montessori, Maria (1969): Die Entdeckung des Kindes.  P. Oswald & G. Schulz-Benesch. (Hrsg.). Freiburg: Herder.

Modul 5

Sinnesmaterial II

Maria Montessori entwickelte weitere Sinnesmaterialien als Vorbereitung für Mathematik und das anschlieβende Arbeiten in der Schule. Der  Binomische und Trinomische Kubus oder das Sensorische Dekanom sind Beispiele, wie das Kind direkt mathematische Konzepte "be-greift" und somit indirekt auf Algebra vorbereitet wird.

Musik und die Arbeit mit den Glocken bilden einen wesentlichen Bestandteil dieses Moduls, sowie Erweiterungen in die Bereiche Geografie, Biologie, Physik und Chemie als Vorbereitung für die Kosmische Erziehung.

„Als erstes muss das Kind den Weg und die Mittel zur Konzentration finden. (…) da niemand dem Kind von außen die Konzentration und die Gestaltung seiner Psyche geben kann, muss es dies von sich aus tun. Die Bedeutung unserer Schulen liegt darin, dass es dort die Art der Arbeit findet, die ihm diese Möglichkeit gibt. “

Montessori, Maria: Das Kreative Kind (17. Aufl.), P. Oswald u. G. Schulz-Benesch (Hsg), Freiburg: Herder. Kapitel 22 , S. 199.

Modul 6

Mathematik I

Das von Maria Montessori unter dem Ansatz des Gesamtaspekts entwickelte Material für Mathematik gehört wohl zu den beeindruckendsten und umfangreichsten ausgearbeiteten Konzepten der bekannten Pädagogin, das oftmals eine enorme Begeisterungsfähigkeit, nicht nur bei Kindern auslöst.

 

"Im Großen und Ganzen hatte ich wie alle die vorgefasste Meinung, dass Rechnen große Schwierigkeiten machen würde und dass es unsinnig sei, in so frühem Alter mehr zu erwarten. (…)Nun ergab sich, dass einige der etwa Vierjährigen durch diese glänzenden, so leicht zu handhabenden und zu transportierenden Gegenstände angezogen wurden und zu unserem großen Erstaunen begannen, sie so zu benutzen, wie sie dies bei den Größeren gesehen hatten. Die Folge davon war eine solche Steigerung der Begeisterung für die Beschäftigung mit den Zahlen und ganz speziell mit dem Dezimalsystem, dass die Rechenübungen wirklich zu den beliebtesten gehörten.“ Montessori, Maria (1969): Die Entdeckung des Kindes.  P. Oswald & G. Schulz-Benesch. (Hrsg.). Freiburg: Herder. S. 305

Modul 7

Mathematik II

Die Arbeit mit dem konkreten Material für Mathematik bildet die Basis für alles spätere Rechnen des Kindes in der Schule sowie dessen Anwendung im Alltagsleben.

Im Modul „Mathematik 2“ beschäftigen sich die KursteilnehmerInnen tiefgehend mit Montessori- Materialen wie zB. dem Schlangenspiel, den Streifenbrettern oder den Rechenrahmen. Kinder bekommen dadurch die Möglichkeit, durch vielfältige Wiederholungen alle möglichen Kombinationen für alle 4 Rechenarten zu entdecken und spielerisch zu lernen.


„Vierjährige setzten Zahlen bis zu 1000 zusammen. Danach wurde die Entwicklung bei fünf- bis sechsjährigen Kindern einfach erstaunlich, und zwar so, dass heute Sechsjährige die vier Grundrechnungsarten mit Zahlen von vielen Tausend Einheiten machen können.“ Montessori, Maria (1969): Die Entdeckung des Kindes.  P. Oswald & G. Schulz-Benesch. (Hrsg.). Freiburg: Herder. S. 305

Modul 8

Sprache I

Vom Sprechen zum Schreiben zum Lesen: unter Berücksichtigung der Sensiblen Phasen öffnet sich für das Kind die Welt der gesprochenen und geschriebenen Sprache. Die Übungen des praktischen Lebens und die Handhabung des Sinnesmaterial gewährte eine grundlegende Vorbereitung für diesen Bereich.


Im Zentrum dieses Moduls stehen das Verstehen des kindlichen Sprach-, und Schreiberwerbs, mit Hilfestellung des von Montessori suggerierten Materials wie Sandpapierbuchstaben, Metallenen Einsätzen oder des Beweglichen Alphabets.


„Man muss versuchen, herauszufinden, in welchem Alter die Schreibmechanismen zur Fixierung reif sind; zu diesem Zeitpunkt werden sie dies - ‘auf natürliche Weise’ - ‘mühelos’ tun und dabei Freude und eine Steigerung der Lebensenergie hervorrufen.“

Montessori, Maria (1969): Die Entdeckung des Kindes.  P. Oswald & G. Schulz-Benesch. (Hrsg.). Freiburg: Herder. S. 227

Modul 9

Sprache II

Im Montessori-Kinderhaus werden den Kindern Möglichkeiten gegeben,  auf spielerische Art und Weise ihren Wortschatz und Ausdrucksfähigkeit zu erweitern (sprechen), sich in schriftlicher Form auszudrücken (schreiben), sowie "die Gedanken anderer zu verstehen" (lesen).

 

Welche Angebote bekommt das Kind, um sich vermehrt verbal auszudrücken und Schreiben und Lesen lernen? Wie sieht die vorbereitete Umgebung aus und wie sollte die Haltung des Erwachsenen sein, um die Mechanismen des Sprach- , Schreib- und Leseerwerbs zu unterstützen?


„Ich nenne Lesen nicht die Probe, die das Kind macht, wenn es das selbst geschriebene Wort nachprüft, also die Zeichen in Laute überträgt wie vorher die Laute in Zeichen. Denn bei dieser Überprüfung kennt es bereits das Wort, das es mehrmals im Geiste beim Schreiben wiederholt hat. (…) Ich nenne Lesen die Interpretation eines Gedankens mit Hilfe von Schriftzeichen.“

Montessori, Maria (1969): Die Entdeckung des Kindes.  P. Oswald & G. Schulz-Benesch. (Hrsg.). Freiburg: Herder. S. 255

Modul 10

Materialarbeit

Die Materialien selbst in die Hand nehmen und: üben, üben, üben. Bereits während der vorhergehenden Module gab es Zeit, die Montessori-Materialien "zu Hand haben", auszuprobieren und somit  zu verstehen - auf dem sicheren und sattelfesten Weg ins Montessori Kinderhaus!

MONTESSORI
PÄDAGOGIK & BILDUNG

 

Elisabeth Menighetti

Ausbildungsleitung

 

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